RIM: Börsenwert bricht ein – wann schlägt die Konkurrenz zu?

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Research in Motion, oder einfach nur RIM, kommt nicht mehr aus den negativen Schlagzeilen heraus. Der Aktienkurs ist seit Wochen angespannt, Umsatz- und Gewinn gehen zurück, neue Smartphones lassen noch immer auf sich warten und dann verkauft sich das PlayBook auch noch schlecht. Das Unternehmen aus Kanada hatte vor wenigen Jahren noch einen Börsenwert von $83 Milliarden – dann kam das iPhone und der brutale Absturz. In kürzester Zeit brach der Kurs um 80% ein und liegt jetzt bei ca. $13 Milliarden. Selbst die eigenen Mitarbeiter scheinen nicht mehr daran zu glauben, dass sich RIM aus eigener Kraft retten kann. So hat nach dem weltweiten Werbechef Keith Pardy nun auch Brian Wallace (Vice President Digital Marketing and Media) die Koffer gepackt und sucht sein Glück bei dem Konkurrenten Samsung.

Dabei könnten die Zahlen noch viel schlimmer sein. Zwar hat RIM erst vor kurzem eine Gewinnwarnung herausgegeben, der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012 lag aber immerhin noch bei $4,9 Milliarden und der Gewinn bei 764 Millionen US-Dollar. Im Vergleich dazu hat zum Beispiel HTC ähnliche Geschäftszahlen, jedoch einen Börsenwert von $34 Milliarden.

So wird RIM zu einem Übernahmekandidat für einige Konkurrenten. Bei einem Aufschlag von 50% auf den aktuellen Aktienkurs könnten die Kanadier für ca. $18 Milliarden geschluckt werden. Leisten könnten sich das einige Firmen – als potentielle Kandidaten werden im Moment Microsoft und Dell gehandelt.
Wie auch immer die Zukunft von RIM aussieht, nur eine radikale Kursänderung wird das Unternehmen noch retten können. Angeblich wurde schon 200 der 9000 Mitarbeiter im Firmensitz in Waterloo gekündigt. Insgesamt arbeiten 17500 Personen für das Unternehmen. Auch muss RIM dringend neue Smartphones auf den Markt bringen – dieses Jahr wurden noch kaum neue Modelle veröffentlicht, obwohl etliche Leaks (BlackBerry Torch 2, Touch, Curve-Nachfolger, Bold Touch) zeigen, dass einige Smartphones schon marktreif sind.
Wir können gespannt sein wie es mit dem Unternehmen weiter geht.

Quelle: notebookcheck ARD inside-IT Horizont

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